Ursachen für schlechte Google Ads Leistung

Jeder, der sich schon länger mit Google AdWords, bzw. Google Ads wie es nun heißt, beschäftigt, kennt eines der folgenden Szenarien: die Performance der Kampagnen ist nicht mehr wie sie einmal war.

Entweder konvertieren die Kampagnen nicht mehr, Abschlüsse oder Anfragen brechen ein. Die Klickrate hat sich verschlechtert, die Kosten pro Konversion sind zu hoch oder der erzielte Umsatz ist zu gering im Vergleich zu den Klickkosten (ROI).

Höchste Zeit also die Performance Ihres Google Ads Kontos zu analysieren, auf Fehlersuche zu gehen und den Abwärtstrend zu stoppen!

 

Performance auf Keyword-ebene analysieren

Zunächst empfiehlt es sich, auf Keywordebene nach möglichen Ursachen für die schlechte Performance zu suchen. Gehen Sie hierzu auf den Reiter Keywords und schauen Sie sich Ihr Keyword-Setup an. Sortieren Sie die Keywords nach Kosten und suchen Sie nach Keywords, die in letzter Zeit nicht mehr konvertiert haben.

 

Gebote senken oder erhöhen

Schnell fallen Ihnen Keywords auf, die zum Beispiel keine Abschlüsse generiert haben oder aber zu hohe Kosten-pro-Conversion aufweisen. Bei diesen Keywords sollten Sie als erstes eingreifen. Senken Sie die Gebote für Keywords, die nicht konvertiert haben, oder pausieren Sie diese komplett.

Im umgekehrten Fall: falls Keywords, die in der Vergangenheit gut konvertiert haben, dies nicht mehr tun, prüfen Sie, ob Sie die Gebote erhöhen müssen, um bessere Anzeigenpositionen zu erzielen und die Klickrate zu erhöhen.

Google zeigt Ihnen ab, ob Ihr Gebot für die erste Seite ausreichend ist. Bei Top-Keywords sollten Sie immer dafür sorgen, dass Ihre Anzeigen zumindest auf Seite 1 erscheinen, im Idealfall jedoch zwischen Position 1 und 3, da hier die Sichtbarkeit logischerweise am größten ist.

 

Keyword-Optionen untersuchen

Untersuchen Sie auch, welche Keyword-Optionen Sie benutzt haben. Kann es sein, dass die Keywordoption “Wortgruppe” oder “Weitgehend passend” bei den schlecht konvertierenden Keywords eingestellt ist?

Dies bedeutet, dass Ihre Keywords auch Wortergänzungen, bzw. Variationen triggern. Wenn diese aber nicht zu Ihren Anzeigen passen (z.B. im Fall eines Shops Wörter in Kombination mit “gebraucht” oder “gratis”), sollten Sie diese schleunigst ausschließen.

Hierzu gehen Sie auf den Tab “Suchbegriffe” und schauen Sie sich die konkreten Suchbegriffe der User an. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden Ihre Anzeigen bei Suchbegriffen geklickt, die nicht zu Ihrem Angebot passen. Diese können Sie ausschließen, um Kosten zu sparen.

 

Qualitätsfaktor von Keywords prüfen

Immer wieder überprüft Google die Qualität der Keywords und vergibt eine Zahl zwischen 1 und 10, um diese zu bewerten. Der Qualitätsfaktor (QF) speist sich aus den 3 Faktoren Voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite. Nicht immer ist die Einschätzung seitens Google nachzuvollziehen. wichtig ist aber, dass Sie handeln und den QF nicht ignorieren!

Denn Keywords mit schlechtem Qualitätsfaktor ziehen Ihr ganzes Google Ads Konto auf Dauer nach unten. Löschen Sie also am besten die betroffenen Keywords (alles unter einem QF von 3 sollte entfernt werden). Somit stellen Sie sicher, dass Google diese “faulen” Keywords nicht weiter berücksichtigen wird und der restliche “Obstkorb” nicht auch noch fault.

Wichtig: Wenn diese Keywords für Sie wirklich relevant sind, machen Sie einen neuen Anlauf und erstellen Sie eine neue Anzeigengruppe mit neuen Anzeigen für diese Keywords. Eventuell sollten Sie auch Ihre Landingpage überprüfen und diese besser auf das Keyword abstimmen. Wenn es nicht anders geht, bauen Sie eine neuen Landingpage, dessen Content auf das Keyword ausgerichtet. Dies ist gerade im hochpreisigen Keyword-Segment wichtig, etwa im B2B-Bereich.

 

Keywords in neue anzeigengruppen auslagern

Werbetreibende neigen aus Zeitmangel oft dazu, ihre Konten nicht ausreichend zu strukturieren. Dies ist jedoch im Performance Marketing besonders wichtig. Im Idealfall haben Sie für jedes Ihrer Top-Keywords eine eigene Anzeigengruppe mit spezifischen Anzeigentexten und relevanten Landeseiten.

Je genauer die Anzeige zum Keyword passt, desto besser wird Ihre Klickrate ausfallen. Die Klickrate ist wiederum entscheidend dafür, wie gut Ihre Kampagnen konvertieren. Manchmal ist es sogar notwendig, gewisse Keywords in eine neue Kampagne auszulagern, um Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks noch besser auf das Keyword abzustimmen.

 

Performance auf Anzeigen-ebene analysieren

Wenn Sie Ihre Performance-Analyse auf Keywordebene abgeschlossen haben, gehen Sie weiter zu den Anzeigen. Auch hier können Ursachen für die schlechte Performance Ihrer Google Ads Kampagnen zu finden sein, sowohl was Klick- als auch Konversionsraten angeht.

Kann es sein, dass einige Zielseiten nicht mehr funktionieren? Wie sieht es mit der Produktverfügbarkeit auf der Landeseite aus? Stimmt vielleicht etwas mit den Anzeigenerweiterungen nicht?  Funktionieren die URLs der Sitelinks eventuell nicht mehr?

Können Sie Ihre Anzeigen sichtbarer machen, indem Sie Anzeigenerweiterungen besser für sich nutzen (Anruferweiterung, Snippets, Preiserweiterungen, Standorterweiterungen)? Hat sich vielleicht sogar der Fehlerteufel in Ihre Anzeigen eingeschlichen (Rechtschreibefehler, Satzbau, usw.)

 

Mindestens drei Anzeigen pro Anzeigengruppe

Wenn Sie die oben genannten Fehler ausschließen können, sollten Sie sich Ihre Anzeigen genauer ansehen. Google empfiehlt mindestens 3 Anzeigen pro Anzeigengruppe. Berücksichtigen Sie dies und pausieren Sie die Anzeigen mit schlechter Performance (Klickrate, aber auch Konversionsrate beachten).

Die drei besten Anzeigen lassen Sie weiter laufen und analysieren Sie nach ein paar Tagen erneut. Welche Anzeige performt am besten, welche am schlechtesten? Pausieren Sie die schlechteste Anzeige und fügen Sie eine neue Anzeige hinzu, die der best performenden ähnelt. Vielleicht können Sie die Klickrate auf diese Weise nochmal verbessern. Testen, testen, testen ist hier das Stichwort.

 

Keyword in der Überschrift verankern

Versetzen Sie sich immer in den User hinein. Wie wirkt Ihre Anzeige auf ihn, nachdem er die Google Suche ausgeführt hat. Denken Sie daran, dass Ihr potentieller Kunden die Treffer bei Google in Sekundenbruchteilen überfliegt. Wie schaffen Sie es am besten, seinen Blick zu fangen? Können Sie sich von Ihren Mitbewerbern durch USPs abheben?

Versuchen Sie auch immer das eingebuchte Keyword in der Anzeige unterzubringen, insbesondere im Titel. Denn dieser wird von Google fett markiert, vorausgesetzt es gibt eine Übereinstimmung zwischen Suchbegriff und Keyword in der Anzeige.